Was hilft gegen Muskelkater?

Gestern doch ein bisschen zu viel Sport? Jede Bewegung schmerzt und wird zur Qual? Viele kennen ihn: Den Muskelkater. Die Muskeln sind steinhart und schmerzen. In keinem Fall ist er angenehm! Doch was ist Muskelkater überhaupt? Können wir etwas gegen Muskelkater tun oder müssen wir ihn einfach aussitzen? Die sport-meets-medicine-Redaktion hat hierzu Johann Kühnel, Physiotherapeut der DSV Nationalmannschaft, anlässlich der Gesamtweltcuppokalverleihung am 21. September in München Harlaching befragt.

Claudia Rimsl

Online-Redakteurin Schön Klinik

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Sport-meets-medicine: Muskelkater – was ist das?

Johann Kühnel: Ein Muskelkater entsteht, wenn spezielle Muskelgruppen, zum Beispiel beim Training, stark beansprucht werden. Dies führt zu kleinsten Einrissen (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Bereich der Z-Scheiben). Grundsätzlich ist ein Muskelkater jedoch nicht gefährlich, sondern nur ein Anzeichen, dass wir es mit dem Sport übertrieben haben. Nach ein paar Tagen lässt das Ziehen in den Muskeln im Normalfall wieder nach.

Johann Kühnel, Physiotherapeut Schön Klinik München Harlaching. Foto DSV

Was können wir tun, um die ersten Tage erträglicher zu machen?

Um Überbelastung zu reduzieren, ist es wichtig, regenerativ zu arbeiten. Über diverse Massagetechniken, Mobilisationen und Wärme kann das Zusammenspiel zwischen Nervensystem und Muskulatur wieder bestmöglich funktionieren und der Muskel entspannen.

Doch was tun, wenn kein Physiotherapeut zur Seite steht? Wie können wir als Breitensportler fiesen Muskelkater bekämpfen?

Mithilfe verschiedener sanfter Dehnmöglichkeiten kann der Schmerz gelindert werden. Eine andere Methode wäre den Muskelkater mit Fazienrollen „ausrollen“.

Wie Muskelkater vorbeugen?

Das A und O vor jeder sportlichen Betätigung ist das Aufwärmen, um die Muskulatur leicht zu aktivieren. So fährt unser Körper hoch und ist leistungsfähig. Breitensportler schätzen häufig ihre Grenzen falsch ein, so dass es dann zu einer Überlastung der Muskeln kommt. Bestes Rezept gegen einen Muskelkater ist ein vernünftiges Workout mit passender Intensität und eine langsame Leistungssteigerung anstatt exzessivem Training. Natürlich ist es nicht immer einfach, von vornherein das richtige Maß zu finden, doch da sollte sich jeder herantasten.

Generell empfehle ich: Wer langfristig fit sein will, sollte auch seine Ernährung anpassen, denn wer sich am Abend einen Schweinebraten mit Knödel oder Fast Food gönnt, darf sich nicht wundern, wenn die sportliche Fähigkeit am nächsten Tag keine Glanzleistung ist. Wichtig hierbei ist allerdings der Zeitraum: Wer seine Ernährung umstellt, sollte dies über Wochen und Monate durchhalten, nur so strukturiert sich der Körper um und kann Erfolge messen.

Eine schlechte Nachricht für Sportmuffel: Ein Muskelkater ist keine Ausrede mit dem Sport aufzuhören. Lockeres Training entspannt sogar die Muskeln.



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