Mein Weg zum Triathlon

Viele kennen das: Bevor Sport wirklich Spaß macht, gilt es, den inneren Schweinehund zu überwinden. So erging es mir auch. Wenn man es aber schafft, dranzubleiben, dann läuft es auf einmal wie am Schnürchen und der Sport gehört zum Leben dazu. Ich bin schon lange eine begeisterte Frei-Schwimmerin und hatte plötzlich den Wunsch, einen Triathlon zu machen. Mein Ziel: Der Chiemseethriatlon am 23. und 24. Juni. Die erste Übungszeit verlief wunderbar. Alles fühlte sich leicht und machbar an. Der Triathlon schien kein Problem zu werden. Doch dann kam der Übermut.

Sarah Vogt

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Klar bemerkte ich meine Knieschmerzen, aber ich dachte, ich hätte mich bestimmt nur ein wenig vertreten. Als die Schmerzen zu stark wurden, konnte ich das nicht mehr ignorieren und suchte einen Arzt auf. Die Diagnose: Innenmeniskus, Anriss im rechten Knie. Klasse, ich hatte mich doch erst vor Kurzem für meinen ersten Triathlon angemeldet. Oft vergisst man, dass der eigene Körper eine Ressource ist, mit der man haushalten sollte. Schwimmen konnte ich zwar dank meiner Vergangenheit recht gut, doch bei den anderen beiden Disziplinen, Radfahren und Laufen, herrscht bis heute leider noch einiges an Aufholbedarf.

Ich gebe nicht auf!

Um das Ziel dennoch nicht aus den Augen zu verlieren, meldete ich mich beim Therapie- und Trainings-Zentrum der Schön Klinik München Harlaching zum Programm „Return to Sport“ an, das Profi- und Freizeit-Sportlern nach einer Verletzung hilft, wieder zurück zu den sportlichen Leistungen zu gelangen. An dem Tag der Tests begleitete mich der Physiotherapeut Lorenz Sedlmayr durch das Programm. In knapp zwei Stunden wurde mein Status Quo analysiert, um besser zu verstehen wie es zu dem Anriss kam und wo meine körperlichen Defizite liegen. Ziel der Analyse war es, auf der einen Seite den aktuellen Problemen entgegen zu wirken, aber auch eventuelle zukünftige Probleme frühzeitig zu vermeiden.

Im ersten Schritt wurde meine Stabilität analysiert. Auf einer Art „Wackelbrett“ musste ich versuchen die Balance zu halten und still zu stehen, ohne dass eine Seite des Bretts den Boden berührte. Dies sah allerdings einfacher aus als es war und ziemlich schnell merkte ich, dass hier mit Sicherheit eine meiner großen Schwächen liegen wird.

Als nächstes stand der sogenannte Y-Balance Test an. Was auf den ersten Blick eines Hüpfspiels für Kinder glich, entpuppte sich jedoch als Analyse zur Funktionalität.

Weitere Gelenktests in diversen Übungen widmeten sich zudem der Koordination und Symmetrie. Hierbei konnten ganz gezielt meine Defizite herausgearbeitet werden, an denen ich dann in den kommenden Wochen arbeiten kann.

Spätestens bei diesem Gerät hörte der Spaß für mich auf. Das Gerät, welches eher einer Foltermaschine glich, sollte die Kraft der einzelnen Beine komplett getrennt voneinander analysieren. Dies wird Isokinetik genannt. Sehr gezielt konnte hier herausgearbeitet werden, dass mein „krankes“ rechtes Bein – entgegen den Erwartungen – mehr Kraft aufweist als das linke. Dies deutet darauf hin, dass der Anriss meines Innenmeniskus dadurch zustande kam, weil beim Laufen mein rechtes Bein die ganze Zeit mein linkes ausgleichen musste.

Im letzten Schritt der ganzheitlichen Analyse wurde auch ein Blick auf meinen Gang und meinen Stand geworfen.

 

 

Check beim Spezialisten und Trainingsplan.

Ein paar Tage später saß ich dann mit den Ergebnissen der Analyse bei Prof. Dr. Markus Walther, Chefarzt im Zentrum für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie der Schön Klinik München Harlaching. Er sah sich meine Verletzung und die Analyse an und empfahl mir eine Schaleneinlage. Diese wird im Sportschuh an der Innenseite des Fußes angebracht und entlastet den Innenmeniskus. So wird die Heilung unterstützt.

Besonders neugierig war ich im Nachhinein natürlich auf den Trainingsplan, den Lorenz Sedlmayr mir auf Basis der Tests und Ergebnisse zusammenstellte. Er hatte mir bereits an dem Tag der Tests alles sehr verständlich und nachvollziehbar erklärt und ich wusste daher schon wo genau meine Defizite lagen. Aber ich war dennoch sehr gespannt, welche Übungen in dem Plan enthalten sein würden.

In jeweils 5 Übungen zu den Bereichen Mobilität, Stabilität und Funktionalität, habe ich nun die Basis, um in den nächsten Wochen mit wenigen Hilfsmitteln, wie Theraband oder Kettlebell, an meiner Genesung und der generellen physikalischen Verfassung zu arbeiten.

Ich bleibe dran!

Ab nächster Woche werde ich dann für eine Woche in einem Trainingslager auf Fuerteventura sein. Das habe ich schon lange geplant. Der Übungsplan wird mich dann dabei unterstützen, mich auf den Triathlon am Chiemsee vorzubereiten. Ich werde berichten, wie es mir dort erging.

Bis bald!



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