Der Traum vom Alpencross

Einen Alpencross von Südtirol ins Veneto – das war das Ziel von 15 Schülern und zwei Lehrern des Rupprecht Gymnasiums in München. Im Rahmen eines Jahrgangsprojektes überquerten die Schüler der 12. Klasse im Herbst 2016 die Dolomiten mit dem Mountainbike. Sieben Tage waren sie unterwegs. Doch bevor es losging, musste Kondition aufgebaut werden. Nur, wo anfangen? Als ein Schüler aus der Klasse das Therapie- und Trainingszentrum (TTZ) der Schön Klinik in München Harlaching vorschlug, um sich aus medizinischer Sicht den richtigen Trainingsplan aufstellen zu lassen, waren alle gleich dabei. Danach konnte das Training beginnen.

Kirsten Becker

Online-Redakteurin Schön Klinik

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Doch von Anfang an: Zuerst einmal musste geklärt werden, wie es um die Kondition jedes einzelnen stand. Antwort auf diese Frage fanden die Schüler im TTZ. Das Therapie- und Trainingszentrum bietet Interessierten, die für ein sportliches Ereignis Kondition aufbauen möchten oder nach einer Verletzung wieder sportlich aktiv sein wollen, ein auf wissenschaftlicher Grundlage erarbeitetes Trainingsprogramm an.

Zu Beginn informierte das Team des TTZ  die Schüler über die Grundlagen des Trainings. Dazu gehörten Superkompensation (Training als Anpassungsvorgang des Körpers), Trainingsmethoden und Energiestoffwechsel. Danach stand die Analyse auf dem Programm. „Die Schüler haben eine sogenannte „Leistungsdiagnostik“– das heißt eine Konditionsanalyse – bei uns gemacht“, erklärt Daniel Kern, Diplom Sportwissenschaftler im TTZ.

Daniel Kern, Diplom Sportwissenschaftler im TTZ

„Jeder Schüler fuhr auf einem Fahrradergometer mit Pulskontrolle. Ähnlich wie bei einem Belastungs-EKG, wurde der Schwierigkeitsgrad stufenweise um 50 Watt erhöht, so dass der Trainierende das Gefühl hatte, einen Berg hinaufzufahren.“  Gleichzeitig fand eine Atemgasmessung (Spirometrie) statt, bei der während der Belastung mit einer Messvorrichtung die Atemluft analysiert wird. „Dadurch bekamen wir wichtige Informationen über den Stoffwechsel der Sportler unter Belastung. Nach der Testauswertung konnten wir ihnen Tipps zu ihrem Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel geben sowie genaue Herzfrequenzwerte, nach denen sie dann ihre Trainingseinheiten gestalten konnten.“ Mithilfe der Analyse und der Daten konnte jeder Schüler sein Radtraining individuell absolvieren. „Abschließend informierte unsere Diätassistentin noch über sportgerechte Ernährung. Mit einem Programm zu rumpfstabilisierenden Übungen und Tipps zur Regeneration war das „Rundum-Programm“ geschnürt. Die Vorbereitungen für das Projekt „Alpencross“ konnten starten.“

Dann hieß es: trainieren, trainieren, trainieren. Erste Tagestouren wurden durchgeführt. Dazu kamen Lauftrainings und regelmäßige Besuche im Fitnessstudio. Bei allen Trainingseinheiten hatte jeder Schüler seinen individuellen Trainingsplan dabei. Fast ein Jahr bereiteten sich die jungen Sportler vor. Zur Generalprobe fuhren sie kurz vor Alpencross-Beginn eine 3-Tages-Test- Mountainbiketour auf die Winklmoosalm in Reit im Winkl. Als alle Teilnehmer diese geschafft hatten, konnte der Alpencross über die Dolomiten losgehen: Ausgangspunkt war Garmisch-Partenkirchen in Bayern, Endpunkt Bassano del Grappa in Veneto.

Erster Tag: Es kann losgehen.

Insgesamt 231,5 km legten die Mountainbikefahrer in 36:56 Stunden reine Fahrzeit zurück. Dabei mussten 6.877 Höhenmeter bergauf und 7.497 Meter bergab bewältigt werden. Eine traumhafte Tour mit tollen Ausblicken und wunderschönen Momenten. Höhepunkte waren unter anderem Blicke auf die Marmolada, die Fahrt auf den Falzarego Pass, die Strada della Vena – für viele eine der schönsten Talabfahrten der Alpen – und der Trail zum Monte Grappa auf 1.900 m. Dank der guten Vorbereitung und des Trainings kamen alle glücklich ans Ziel. Klar, dass das Projekt für die Schüler einmalig war.

Hier ein paar Eindrücke:



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